IMG
SRC
ORG

 

 
 3

 

 

 3_4

3_4 Schlussfolgerung
Oder: Visionäre Ordnungen

Aby M. Warburg polarisiert noch heute und ist Ausgangspunkt von Überlegungen zum Verhältnis von Bild und Text und zur Zeit auch künstlerischer Auseinandersetzung zum Thema «Mapping».[1]

[1] Rudolf Frieling: Das Archiv, die Medien die Karte und der Text, 2004, Medien Kunst Netz

[2] Tilman von Stockhausen: Die Kulturwissenschaftliche Bibliothek Warburg, Hamburg 1992, S. 86

[3] Wolfgang Ernst: Memory — Spielräume und Disziplinartechniken der Bilderordnung, in: Sabine Flach u.a. (Hg.): Der Bilderatlas im Wechsel der Künste und Medien, München 2005, S. 326

So stellt Warburgs Bilderatlas für den Kunsthistoiker Wolfgang Ernst ein genuin bildliches Archiv dar, das als thematisch strukturierte, relationale Bilddatenbank für die Entwicklung von Bildsammlungen in anderen Medien exemplarisch diskutiert werden kann. Nach Ernst versagt die Kulturtechnik der Ordnung, wenn es nicht mehr um Worte sondern um Bilder geht. «Vielmehr lässt sich hier das Chaos erahnen, von dem Saxl spricht, wenn er fast mitleidig berichtet, wie Warburg versucht, seine Karteikarten zu sortieren».[2]

Hier geht es nach Ernst tatsächlich um einen visuellen Zettelkasten als Alternative zu Schlagworten und er stellt fest: «Immer noch ist es ein Nachteil der meisten digitalen Bilder, dass sie als ‹Dumb Files› vorliegen, also nicht zu Such- und Indizierungszwecken prozessiert und manipuliert werden können.»[3]


 



 


 3_4

 

IMG
SRC