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6_3 Wahrnehmung der Bildebene
Oder: «Differente Ästhetik durch den Computer»

Wie ich in dem Kapitel «Errechnete Kunstgeschichte» ausgeführt habe, wird der Einfluss des Rechners auf die traditionelle Verschlagwortung in der Kunstgeschichte mit Spannung beobachtet. Diesem Leitmedium, das nicht mehr an eine Ordnung alphanumerischer Zeichen gebunden ist, wird mitunter zugetraut, auch die menschliche Wahrnehmung für die Bildebene zu stärken. Computer können nicht sehen, «aber um so mehr das Sehen von Menschen verändern.»[1]

[1] Tom Holert: Vorbeihuschende Bilder in: Wolfgang Ernst, Stefan Heidenreich und Ute Holl (Hg.): Suchbilder — Visuelle Kultur zwischen Algorithmen und Archiven, Berlin 2003, S. 136

Außerdem ist zeigt sich in «IMG SRC ORG» der Auffassung, dass zum gegebenen Zeitpunkt eine Darstellung des Computers als erkennende Instanz im Kunstkontext einer bewussten Auseinandersetzung mit dem «Content-based Image Retrieval» kontraproduktiv wäre.

 


 



 


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