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5_1 Einleitung
Oder: The Computer vs. the «BLOB»![1]

Wurde im letzten Kapitel das Gegensatzpaar «Image» und «Source» thematisiert und die Schwierigkeit des Computers angedeutet, besonders in der quelltextbasierten und maschinenlesbaren Welt des World Wide Web der «Black Box» oder dem «Dumb File» Bild eine indizierbare Informationen zu entlocken, geht es in diesem Kapitel um die Bestrebungen, diese Brücke zu überwinden und die strikte Trennung von «Image» und «Source» aufzulösen.

[1] Von Google gefundene Definitionen zu «BLOB»

Mit Eifer wird auf Seiten der Informatik an dem Fernziel gearbeitet, dem Computer beizubringen, das in «BLOBs» verpixelte Abgebildete zu erkennen und dessen Bedeutung zu «lesen». Noch, das müssen selbst die kühnsten Visionäre feststellen, liegt dieses Ziel besonders im Kontext des World Wide Web in weiter Ferne und die universelle «Sehmaschine» nach Virillio oder die geniale Bildverabeitungsmaschine «ESPER» aus «Blade Runner» fungieren als (Dystopie und) Utopie.


A rendered picture of the Esper-Machine from the movie 'Bladerunner'

«ESPER» aus «Blade Runner» (Ridley Scott, 1982)[2]

[2] «Blade Runner» Presseinformation zu «ESPER» von 1982: «A high-density computer with a very powerful three-dimensional resolution capacity and a cryogenic cooling system.» Die Möglichkeiten dieser Maschine sind bis heute unerreicht :)

Das Kapitel «IMG SRC» ist zweigeteilt. Teil A: Die Technik beginnt mit einer Einführung in die Thematik des «Content-Based Image Retrieval», erklärt die wichtigsten Begriffe um «CBIR» und Techniken wie Indizierung und Abfrage nach Farbe, die Mustererkennung und das Erkennen von Formen. Des weiteren wird aus der Sicht des «CBIR» auf die fehlende Semantik von Bildern eigegangen und die aktuellen Möglichkeiten des Rechners (auch in Hinblick auf das Interface) diskutiert. Abgeschlossen wird der erste Teil dieses Kapitel von der wohl für das World Wide Web bald relevantesten Technik — der automatiserten Suche nach identischen Bildern.

In Teil B: Das Interface werden kurz Merkmale «normaler» Abblidungen herausgestellt um, dann Theorien zur Mensch-Computer-Interaktion und deren Schnittstellen durch die ersichtlichen Unterschiede zu diskutieren. Anhand der für alle Computer-Interfaces gültigen Vorstellung der Schnittstelle als «Fenster und Spiegel», der für die visuelle Bildersuche besonders relevante «Prozess» und die daraus resultierenden Kriterien werden die drei im Web einflussreichsten Beispiele («QBIC», «Viper» und «Retrievr») für eine Formulierung von visuellen Suchanfragen untersucht und bewertet.


 



 


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